Konzeption Umschulung zum Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien / IHK

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Teilnehmeranzahl/Zielgruppe
15 -20 Arbeitslose mit kfm. Ausbildung sowie Studienabbrecher.
Flexibles Ausbildungskonzept
Anpassung der konkreten Ausbildung an die betrieblichen Gegebenheiten durch austauschbare Ausbildungsblöcke
Ausbildungsstruktur Pflichtausbildungseinheiten werden vom Ausbildungsbetrieb mit aus einem Pool wählbaren Ausbildungsblöcken kombiniert.
Eine Spezialisierung der Ausbildung erfolgt durch die Wahl von einer der vier Fachrichtungen
  Medienberatung Mediendesign  
Medienoperating Medientechnik
Durch die Wahlausbildungseinheiten kann die Ausbildungsrichtung nach der folgenden betrieblichen Zielsetzung ausgerichtet werden:
  • kaufmännisch-organisierend/beratend
  • gestaltungsorientiert
  • technisch realisierend
  • technisch ausgabeorientiert
Ausbildungsinhalte bereits bestehender Ausbildungsberufe In dem neuen Ausbildungsberuf Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien sind Qualifikationsinhalte aus den Ausbildungsberufen
  • Schriftsetzer/in
  • Reprohersteller/in
  • Reprograf/in
  • Werbe- und Medienvorlagenhersteller/in
  • Fotogravurzeichner/in
den Fachrichtungen entsprechend aufgeteilt.
Neue Ausbildungsinhalte Weiterhin wurden neue Qualifikationen aufgenommen, die auf Berufstätigkeiten in den Bereichen
  • Multimedia
  • Digitale Medien
  • Digitaldruck
vorbereiten.
Angestrebte Berufstätigkeiten und Arbeitsgebiete Medienberatung
  • Innendienst, Kalkulation von Medienprodukten, Projektmanagement
  • Außendienst, Kundenberatung, Kundenaquise
  • beratendes Projektmanagement
  • gestaltungsorientierte Beratung für die Umsetzung unter technischen, produktorientierten und wirtschaftlichen Aspekten
Mediendesign
  • gestaltungsorientierte Aufbereitung von Vorlagen/ Daten für Printprodukte
  • gestaltungsorientierte Aufbereitung von Daten für multimediale Produkte oder Verwendung in digitalen Medien
  • gestaltungsorientierte Kundenberatung in der Vorbe-reitung für die Umsetzung in Medienprodukte unter technischen, produktorientierten und wirtschaftlichen Aspekten
Medienoperating
  • technikorientierte Kombination von Text-, Bild-, Grafik-, Bewegtbild und Audiodaten für multimediale Kommunikationsprodukte
  • Nutzung moderner Kommunikationstechnik
  • medienneutrale Datenhaltung und Aufbereitung der Daten für unterschiedliche Ausgabemedien
  • Datenausgabe in analogen und digitalen Medienprodukten
Medientechnik
  • technikbasierte Eingabe oder kommunikationstechnische Übernahme unterschiedlicher Daten
  • technikorientierte Aufbereitung und Kombination der Daten für unterschiedliche Ausgabemedien
  • Datenausgabe in verschiedenen Medienprodukten, insbesondere in der Reprografie, der Mikrografie oder im Digitaldruck
Inkrafttreten der neuen Ausbildung
Übergangsregelung
Die Aufnahme der Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien ist für den 1. August 2002 geplant. Für bestehende Ausbildungsberufe werden differenzierte Übergangsregelungen vorgesehen.
 
Analog zu den betrieblichen Realitäten gliedert sich die Ausbildung in vier Qualifizierungsfachrichtungen
  • Medienberatung
  • Mediendesign
  • Medienoperating
  • Medientechnik
Diese Fachrichtungen sollen das gesamte Spektrum beruflicher Tätigkeitsbereiche des Mediengestalters abdecken.
Die Fachrichtung Medienberatung ist ausgerichtet auf kaufmännische Grundlagen, Kundenberatung, Projektmanagement und Marketing.
In der Fachrichtung Mediendesign findet sich der überwiegende Teil der Qualifikationen der heutigen Berufe "Schriftsetzer" sowie "Werbe- und Medienvorlagenhersteller" wieder. Deshalb steht hier die gestaltungsorientierte Aufbereitung von Vorlagen und Daten für eine Print-Produktion, aber auch für eine Multi-Media-Produktion im Vordergrund.
In der Fachrichtung Medienoperating geht es schwerpunktmäßig um eine technikorientierte Kombination von Text, Bild, Grafikdaten für ein Print- oder multimediales Produkt. In dieser Fachrichtung finden sich Teilqualifikationen des heu-tigen Ausbildungsberufes "Reprohersteller", aber auch Qualifikationen aus der Fachrichtung "Medienoperating" des heutigen "Werbe- und Medienvorlagenherstellers" wieder.
Die Fachrichtung Medientechnik ist ausgerichtet auf die Datenausgabe, weshalb sich in dieser Fachrichtung der heutige Beruf "Reprograf" wiederfindet.
Innerhalb der Fachrichtungen besteht die Möglichkeit, neben den verpflichtenden Modulen aus einem Pool von Wahlmodulen auszuwählen, die teilweise aufeinander aufbauen. Die W2 und W3 Module werden der jeweiligen Fachrichtung zugeordnet, um "unsinnige" Kombinationen von Modulen zu vermeiden.Durch sinnvolle Kombinationen soll den Aus-bildungsbetrieben die Möglichkeit eröffnet werden, aufbauend auf einer breiten Grundlage unterschiedlich strukturierte Handlungskompetenzen auszubilden.
Die Wahlmodule enthalten auch den Vorteil, neue Geschäftsfelder bereits in der Ausbildung zu integrieren. Dies betrifft zum Beispiel die Wahlmodule Digitalfotografie, Digitaldruck, Datenbankanwendungen oder Storyboarderstellung.
Technikunabhängige Qualifikationen

Unternehmesbefragungen über die notwendigen Qualifikationen für ihre zukünftigen Mitarbeiter zeigen, daß neben der Technik- und Fachkompetenz mehr und mehr übergreifende Qualifikationen verlangt werden. Motivation, Flexibilität, Kommunikation, Kooperation, Teamarbeit sind nur einige der Begrifflichkeiten, mit denen heute Fähigkeiten beschrieben werden,mit denen auf unvorhersehbare technische Entwicklungen und komplexe Organisationsformen schneller reagiert werden kann.

Diese Fähigkeiten im Rahmen einer Grundausbildung gezielt zu fördern, ist eine der wesentlichen Intentionen der neuen Verordnung. Die Vermittlung solcher Qualifikationen erfolgt dabei integrativ während der gesamten Ausbildung.